«Wenn man tolle Momente haben möchte, muss man auch etwas dafür tun.»
Wo leistest du freiwilliges Engagement und wie viel Zeit investierst du?
Ich engagiere mich in der Jubla Sulgen als Schar- und Lagerleiter. Dabei haben wir jeweils jedes zweite Wochenende eine Gruppenstunde und zwei Lager im Jahr. Dazu darf ich noch die Jungfreisinnigen Thurgau präsidieren. Dabei repräsentiere ich die junge Liberale kraft im Thurgau. Zeitlich beläuft sich mein Engagement etwa auf 5 bis 15 Stunden pro Woche, wobei es je nach Projekt schwanken kann.
Weshalb engagierst du dich?
Ich bin überzeugt, dass man sich für das, was man möchte, einsetzen muss. Bei der Jubla ist es die Freude am Zusammensein. Ich durfte als Kind tolle Lager erleben und möchte diese Erfahrung nun weitergeben und dabei meine eigenen Ideen umsetzen. In der Politik motiviert mich die Möglichkeit, mitzugestalten und gemeinsam für eine gute Zukunft einzustehen. Dies passiert im Kleinen, hat aber langfristig eine grosse Wirkung.
Erzähl uns noch ein paar prägende Erlebnisse.
Da gibt es viele! In der Jubla sind es die Lagerfeuerabende, grossartigen Wanderungen oder Geländespiele, die immer viel Freude bereiten. Dazu können wir gemeinsam grössere Projekte umsetzen. Ein besonderes Highlight war das selbst gebaute Schiff im Lager 2023 in Bischofszell. In der Politik sind es die gemeinsamen Abstimmungs- und Wahlkämpfe. Die andere Seite zu überzeugen und in Podiumsdiskussionen zur Rede zu stellen, macht grossen Spass.
Wie bringt dich dein Engagement persönlich voran?
Durch die Jubla habe ich bereits im Alter von 14 Jahre Führung übernommen. Dies hat mich geprägt. Dann ist man für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Vor Menschen zu sprechen, Ideen und Projekte umsetzen und grösser zu denken, lernt man in einem Leitungsteam. Wenn man tolle Momente haben möchte, muss man auch etwas dafür tun.
Welche Vereine und Organisationen findest du sonst noch bewundernswert?
Ich habe grosse Achtung vom Leistungssport. Ich selbst mach auch sehr gerne Sport bin aber zu wenig verbissen, um mich da voll hineinzugeben. Darum finde ich besonders die Einzelsportler bewundernswert, da sie sich voll in das Thema hineingeben und sich komplett dem Ziel unterwerfen, ohne zu wissen, wie es rauskommt. Wenn im Lager mal etwas nicht wie geplant läuft, wird es trotzdem meist eine tolle Erfahrung. Im Einzelsport hingegen kann ein kleiner Fehler den ganzen Tag verderben, und die lange Vorbereitung scheint „umsonst“ gewesen zu sein. Natürlich lernt man daraus, aber die Enttäuschung ist sicher schwer zu verdauen. Danach wieder motiviert weiterzumachen und täglich zu trainieren, finde ich sehr beeindruckend.
Das Interview wurde geführt im November 2025